Das Hackbrett (oder Psalter) stammt aus dem persisch-indischen Raum. Die ersten Darstellungen fanden sich auf Wandteppichen. Ursprünglich hat es einen dreieckigen Resonanzkasten, doch im 10.Jht. entwickelte Al Farabi einen Trapezförmigen Korpus.
Sehr rasch verbreitete sich das Hackbrett im Mittelalter, und in jedem Kulturraum wurde es den entsprechenden Stimmungen und Hörgewohnheiten angepasst. So findet man heute Instrumente wie z.B. das Cimbalon, Yangqin, Kannel, Langleik und Hammered Dulcimer, die dem Psalter sehr ähnlich sind.
Im Laufe der Jahrhunderte bekam das Hackbrett mehrere Bezeichnungen: Im 12.Jht. "Mezzocanon", "Micanon" oder "Nuzha" (Nutzhaar). Im 14.Jht. "Dulce Melos" (süßer Gesang), was heute noch in der englischen Bezeichnung "dulcimer" zu erkennen ist.
Wie viele andere Instrumente war das Psalter mal mehr und mal weniger angesehen. Seine erste Blütezeit im 14.Jht. hielt nur bis zum nächsten Jahrhundert an, danach wurde es nur noch als einfaches Volksinstrument bezeichnet. Dank einer Neuentwicklung von Pantaleon Hebenstreit (nach ihm ist die Hackbrettform "Pantaleon" benannt) im 17.Jht. wandte man sich dem einfachen Instrument wieder zu, denn nun war es möglich, mit den mit Leder, Filz oder Holz belegten Hämmerchen oder dem Anreißen der Saiten mit Federkielen dem Instrument einen viel ausdrucksfähigeren Klang zu entnehmen. Während das Hackbrett anfangs vorwiegend gezupft wurde, setzte sich nun das Anschlagen der Saiten mit Klöppeln/Schlägeln durch.
Nach diesem Hoch sank es wieder schnell zum Volksinstrument ab, denn es wurde durch die Erfindung der Hammermechanik (durch das Betätigen einer Taste wird ein kleiner Hammer mittels einer Stoßzunge gegen die entsprechende Saite geschleudert und zum freien Schwingen sofort wieder frei gelassen), die beim Hammerklavier eingesetzt wurde, verdrängt.
Im schweizerischen Appenzell konnte sich das Instrument allerdings über diese Zeit halten und wurde 1935 von Tobi Reiser für die alpenländische Volksmusik wiederentdeckt. Er und Heinrich Banzauner entwickelten das Hackbrett vom diatonischen (wenn die Intervalle ausschließlich Sekunden sind) zum chromatischen (eine Tonleiter aus einer Folge von 12 Halbtönen, also allen verfügbaren Tönen) Hackbrett weiter. Diese Form, die wir allgemein als "Zither" bezeichnen, wird noch heute gerne vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gespielt.
Mittlerweile gibt es Hackbretter mit Dämpfmechaniken und elektroakustischen Tonabnehmern, was dazu führt, dass dieses Instrument vereinzelt auch schon in Rock- und anderer Populärmusik zu finden ist.